VERKAUFT / SOLD

Paul Wunderlich | AMAZONE , WVZ 29 | Bronze Skulptur mit Marmorsockel | Format 50 x 77 x 12,5 cm | Jahr 1976 | Auflage 500

VERKAUFT / SOLD OUT

Beschreibung

Auflage 437 / 500

Unten in der Bronze signiert: Wunderlich
Rechts unten seitlich Gießerstempel und nummeriert: 437/500
siehe auch:

Bronze, patiniert, Marmorsockel

Spielmann, H. (1988). Paul Wunderlich. Skulpturen und Objekte. Mit einem Werkverzeichnis von Carsten Riediger. Offenbach a. M.: Edition Volker Huber. Nr. 29

PAUL WUNDERLICH
Geboren 10. März 1927 in Eberswalde

Gestorben 6. Juni 2010 in Saint-Pierre-de-Vassols, Kanton Mormoiron, Provence

Deutscher Maler, Zeichner, Bildhauer und Grafiker.

Er verarbeitete in seinen neusurrealistischen Bildern und Skulpturen meistens erotische Themen.

Er bezog er sich häufig auf mythologische Sagen.

1947 bis 1951 Studium an der Landeskunstschule Hamburg.

Als Student an der Kunstschule in Hamburg, arbeitete er mit Horst Janssen und Reinhard Drenkhahn.

1951 bis 1960 Lehrauftrag an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg.

1961 bis 1963 in Paris.

1963 bis 1968 Professor an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg.

2007 Eröffnung des Paul-Wunderlich-Hauses in Eberswalde.

2008 Ehrenbürger der Stadt Eberswalde.

 

Amazonenbilder in der Kunst

Die Kunst des ausgehenden 18. bis beginnenden 20. Jh. entdeckt die Amazonen als antikes Thema, das sich hervorragend eignet, um Exotik und Erotik mit atmosphärischer Dramatik dar- zustellen. Frühe Vorläufer in der Kunst wie z. B. Rubens’ Amazonenschlacht, werden kopiert bzw. weitergeführt. Im Zuge der bei Künstlern verbreiteten Italienaufenthalte wird die Anti- kenrezeption gefördert, was schließlich auch die Darstellungsform beeinflusst, die einem Wandel unterzogen war. Trugen die Amazonen im 18. Jh. noch das übliche kurze Gewand mit freier Brust, so werden sie seit der 2. Hälfte des 19. Jh. häufig ganz nackt dargestellt, insbeson- dere auch zu Pferd. Die Detailtreue nimmt ab. Die Spannung zwischen dem Reiz der unrealisti- schen Nacktheit, den kriegerischen Attributen und drastischen Aktionen wird bewusst ausge- kostet. Die Funktion und Rolle der Amazonenbilder hatte sich im Lauf der Zeit gewandelt. Oft lag ein Reiz ganz offensichtlich einfach im Kontrast von Erotik und visuell signalisierter Kampf- bereitschaft. Aber auch die Umkehrung der Geschlechterrollen blieb ein wichtiger Aspekt die- ses Motivs und steigerte die Aussagemöglichkeiten.