VERKAUFT / SOLD

Mêne, Pierre-Jules | Accolade No. 2 ( 2 Araber-Pferde, sich neckend) | Bronze l Format ca. 37x56x26 cm (HxBxT inkl. Sockel)

VERKAUFT / SOLD OUT

Beschreibung

Pierre-Jules Mêne (1810-1879)

Pierre-Jules Mêne wird am 25. März 1810 in Paris geboren. Bereits in sehr jungen Jahren übt er sich in der Bearbeitung und im Guss von Metall, im Atelier seines Vaters,
der sich auf die Herstellung von Deckenleuchtern sowie Dekorationselementen für Möbel und Uhren spezialisiert hatte.

Wie viele andere Künstler, so Barye oder Feimiet, verbringt Pierre-Jules Mêne viel Zeit im „Jardin des Plantes“, wo er sich dem Studium der Tier- und P anzenwelt widmet und Zeichnungen sowie kleine Studien-Modelle kreiert. Er tritt als Schüler in die Werkstatt des Holzbildhauers René Compaine ein.

Später, 1837, gründet Pierre-Jules Mêne sein erstes Atelier. Hier entstehen seine frühen naturalistischen Tier guren. Es ist der Beginn einer äusserst erfolgreichen Karriere. Mêne wird einer der populärsten und anerkanntesten Bildhauer seiner Zeit. Erfolgreich präsentiert er seine Figuren ab 1838 an den wichtigen Salons des Beaux Arts sowie später an diversen Weltausstellungen, wo er auch zahlreiche Auszeichnungen erhält.

Den kommerziellen Erfolg verdankt Pierre-Jules Mêne neben seinem künstlerischen Können auch den Sujets seiner Arbeiten. Mit den Tierdarstellungen und dem späteren Fokus auf Jagdgruppen und Pferde tri t er genau den Geschmack seiner Zeit. Jagd- und Pferdesport sind beim zurückgezogen lebenden Adel sowie beim aufstrebenden und zu Reichtum gelangten Bürgertum der zweiten Kaiserzeit sehr „en vogue“. Der Bedarf an Kunst und Dekoration für die zeitgenössischen Interieurs der gründerzeitlichen Bauten ist enorm und die Skulpturen Pierre-Jules Mênes sind für viele erste Wahl, spiegeln sie doch die Lebenswelt der Kundschaft wider. Auch in England und in Amerika nden seine Werke regen Absatz.

Die Welt des Orients, die zu dieser Zeit grosse Faszination ausübt und in der Kunst unter dem Begri Orientalismus eine Epoche prägt, beschäftigt und inspiriert auch Mêne. Einige Gruppen und Figuren zu diesem Themengebiet entstehen und nden beim kunstsinnigen Publikum regen Beifall.

Insgesamt scha t Pierre-Jules Mêne bis zu seinem Tode 1879 über 150 Figuren und Gruppen. Den Guss sowie die Ziselierung und Patinierung, die dem Künstler sehr wichtig sind, bewerkstelligt bzw. beaufsichtigt er zu Lebzeiten persönlich. Nach seinem Tode übernimmt der Schwiegersohn und Bildhauer August Cain das Atelier, unter dessen Obhut weitere Editionen der Werke Pierre-Jules Mênes entstehen, bis die Rech- te an den Werken an die Giesserei Susse in Paris 1894 verkauft werden.