Prause, Reinhold

Reinhold Prause wurde 1914 in Oberaltstadt im Kreis Trautenau im Riesengebirge geboren. Den Beruf des Malers lernte er im väterlichen Betrieb im Sudetenland. Nach fünfjähriger russischer Kriegsgefangenschaft kam er im April 1949 nach Bad Brückenau. „Die Rhön war für ihn der Ersatz für seine verlorene Heimat“, sagt Else Prause, „und erinnerte ihn an seine Kindheit im Riesengebirge.
In Mannheim besuchte Reinhold Prause eine private Malerschule. Dort ließ er sich unter anderem in Schrift, Marmor- und Holzimitation sowie dekorativer Malerei ausbilden. Bei Professor Dr. Heiner Dickreiter in Würzburg belegte er Kurse im Porträt- und Aktzeichnen.

„Doch seine große Leidenschaft waren die Bäume“, sagt Else Prause. Seinen Rhöner Landschaftsbildern gingen immer Skizzen und Studien in der freien Natur voraus. „Er hat alles festgehalten. Ich habe noch viele Skizzenbücher“, so Prause. „Da seine Skizzen schwarz-weiß waren, habe ich mich immer gewundert, wie er sich die Farben eingeprägt hat“, sagt Else Prause, „er hat naturgetreu gemalt und Farben, die konnte er sich einfach gut merken.“ Der gelernte Malermeister fing die herben Schönheiten der Rhön zu allen Jahreszeiten ein und gab sie in seiner Werkstatt am Felsenkeller in Bleistift, Aquarell und Öl wider. Die Technik der Aquarell- und Ölmalerei brachte er sich selbst bei. „Er war sehr vielseitig“, sagt Else Prause.

Reinhold Prause starb 2003 in Bad Brückenau. Zahlreiche Ausstellungen in Fulda, im Künstlerdorf Kleinsassen, in Gersfeld, Bad Kissingen und Wildflecken trugen zu seiner Popularität bei.