Galerie Bilder Fuchs

Völker, Paul

Völker, Paul

Paul Völker wurde am 17. April 1954 in Rasdorf bei Fulda geboren.
Den ersten Zugang zu Kunst und Malerei fand er über seinen Vater Leo Völker, der selbst mit Ol malte. So entstanden seine ersten Ölbilder 1970 als 16-Jähriger.
Nach dem Abitur am Wigbert-Gymnasium in Hünfeld, ging er zunächst zur Bundeswehr nach Rotenburg a.d. Fulda. Dort allerdings erlitt er schwere Thrombosen. Gesundheitlich angeschlagen, begann er eine Ausbildung als Zahntechniker und belegte einen Malkurs bei Prof. Jürgen Blum. Die Begegnung mit Blum war für Völkers künstlerisches Schaffen wegweisend.
1977 markierte seine erste Ausstellung „Pariser Impressionen“ den Beginn seiner öffentlichen künstlerischen Laufbahn.
In den Jahren darauf trat er verstärkt in Kleinsassen in den Fokus, wo er mit Jürgen Blum als Mentor die „Kunststation Kleinsassen“ mitaufbaute.
1980 stellte Völker dort als Erster in der „Galerie im Stall“ Aquarelle, Ol-und Mischtechniken mit Motiven aus Kleinsassen, Rhön und Umgebung aus.
1981 folgten Aktions-und Objektkunst mit der Auseinandersetzung von Themen wie „Verletzung und Heilung“. So wären seine „Peitschengraphik“ , seine Objektkunst „Art Cabaret“, die gefüllten Netze in der „Galerie im Wald“ zur „Kunstwoche Kleinsassen“ zu erwähnen, sowie den „Raum der Trauer“ in der Kunststätte „Kloster Cornberg“ bei Bebra.
Mitte der 80er Jahre stellten sich zu den körperlichen Beeinträchtigungen zudem noch psychische Probleme ein. Es folgten diverse Klinikaufenthalte.
Sein Vater baute für ihn ein Atelier neben dem Elternhaus, wohin er Anfang der 90er Jahre zog. Bis zu seinem frühen Tod, am 10. April 2019 in Marburg, entstanden „schier unzählige Malereien, die seine Hinwendung zur Rhön und ihren Orten, vor allem zu seinem Lebensmittelpunkt Rasdorf, bezeugen. Sie haben zahlreiche Liebhaber und Sammler gefunden.“ (Dr. Elisabeth Heil). Darunter auch Farbkollagen, expressive Landschaften, Portraits und abstrakte Akte.