Eberhard Viegener (* 30. Mai 1890 in Soest; † 4. Mai 1967 in Bilme) war ein Expressionist und Vertreter der Neuen Sachlichkeit.
1914 kehrte er mit etwa 25 kleinformatigen Bildern nach Soest zurück. Mit den Künstlern Arnold Topp, Wilhelm Morgner und Wilhelm Wulff war Viegener freundschaftlich verbunden und wurde von deren Malstil beeinflusst. Zum Kriegsdienst wurde er wegen schwacher Gesundheit nicht eingezogen. 1916 hatte er seine erste Ausstellungsteilnahme bei den Juryfreien
1919 bekam er einen Vertrag mit dem Düsseldorfer Galeristen Alfred Flechtheim, in der Folge entstanden die grafischen Mappen: Passion, Totentanz, Der Mond über Soest, Sauerland, sowie zahlreiche Einzelblätter.
1920 heiratete er die ehemalige Schauspielerin Cecilia Brie, die in erster Ehe mit Paul Henckels verheiratet war. Viegener nahm an Ausstellungen in Münster, Recklinghausen, Barmen und Bochum teil. Von 1927 bis 1930 beteiligt er sich an der Juryfreien Kunstschau in Berlin. Eng befreundet war er mit dem Maler und Grafiker Bruno Beye. 1933 wurde seine Arbeit alsEntartete Kunst eingestuft und er bekam Ausstellungsverbot. Er malte realitätsnahe Landschaften, ohne sich an den geforderten vaterländischen Stil anzupassen.
1934 gründete er die Eberhard Viegener Gesellschaft in Dortmund. 1938 wurde ein Werk von ihm auf der Berliner Ausstellung Entartete Kunst gezeigt.
Von 1945 bis 1966 nahm er an über fünfzig Einzel- und Gruppenaussteillungen teil. 1946 gründete er zusammen mit Herta Hesse, der damaligen Leiterin des Karl-Ernst Osthaus-Museums sowie Wilhelm Wessel den Westdeutschen Künstlerbund, eine Vereinigung von Malern, Graphikern, Bildhauern, Fotografen und Medienkünstlern in Nordrhein-Westfalen, deren Vorsitzender ab 1947 war.
1954 heiratete er Annemarie Mehlhemmer, die unter ihrem jetzigen Namen Annemarie Viegener ebenfalls Malerin ist. [2]